Donnerstag, 22. November 2012

Seele, Geist und Körper (Die Würde des Menschen) – Ob und wie die vegane Menschheit die Welt retten kann

Viele reden davon, aber keiner weiß, was das ist. Abgesehen vom Körper, der ja durch seine bloße Existenz beweist, das es ihn gibt, benutzen wir die anderen Begriffe ohne eine klare Definition zu haben.
Wie anständig ist es also, von so einer Trinität auszugehen? Ist das überhaupt vernünftig?

Wissen Sie, das ist so ungefähr das gleiche, wie mit der Würde des Menschen. Beständig höre und lese ich, das es so etwas doch nicht geben kann. Es gibt ja keine Definition. Und überhaupt, so lese ich meist im gleichen Absatz, gibt es gar keine Egos, keine Individualität. Das ist doch alles nur eingebildet. Eine Kulturlüge sozusagen, so wie der freie Wille auch, wie Wissenschaftler jetzt ja herausgefunden haben. Der Mensch träumt sich lügend selbst. Und damit seinen freien Willen, folglich auch seine Individualität. Logischer Weise kann er dann auch keine unveräußerlichen Rechte haben. Die Würde des Menschen ist doch im Grunde eine riesige Selbstlüge. Gucken Sie sich doch nur die ganzen Typen an! Fett, ungepflegt und strunz - dumm.
Da sage ich Ihnen jetzt in aller Klarheit: dort ist gewiss kein bisschen Würde, kein bisschen Geist und schon gar kein freier Wille. Ich weiß das ganz genau, weil ich so klug war und nun erst recht bin und alle möglichen Bücher von berühmten und schlauen Typen gelesen habe, die immer daran zweifelten, das der Mensch überhaupt vernünftig handeln und denken kann. Sieht man ja auch immer beim Geld. Nicht wahr?
Wir sind wirklich nicht die klügste Spezies, kommt mir dann immer in den Kopf. Welche wäre auch so dämlich, ihre eigene Existenz nicht nur zu leugnen sondern gleich gänzlich zu negieren? Welche Rattenmama lehrt ihre Kinder schon sich selbst zu töten? Oder ist die Rattenmama da einfach zu blöd, um die klugen Ergüsse der Illusorischen Selbstwahrnehmung zu reflektieren? Gründlicher wäre ja, die Selbsttötung bevor man Rattenkinder bekommt. Vernünftiger ist das sowieso. Da erspart man den armen Rattenkindern die emotionale Belastung eines Mordes.
Liebe gibst ja auch nicht. Auch so eine Lüge. Die sogenannte Liebe ist das gegenseitige überstülpen und vereinnahmen von emotional unreifen und unbewussten Menschen. Eigentlich sind´s ja keine, eher sind´s Zombies. Eine Art Kanonenfutter. Geistlos, Vernunftlos, leicht zu manipulieren. Drum haben die wirklich schlauen nie über Liebe gesprochen oder geredet. Liebesphilosophie gibt es nicht. Nicht von ernstzunehmenden Philosophen jedenfalls. Verstehen Sie?
Nein?
Ich auch nicht, ehrlich gesagt. Für mich klingt das nach hilflosem Geschwätz eins verängstigten Individuums, das mit der Kritik eines anderen nicht umzugehen im Stande ist. Das Liebe als Freiheitsentzug empfindet und meint, bei jeder Hormonausschüttung Opfer einer schlechten Welt zu sein, die ihn kontrollieren will um so viel wie möglich aus ihm heraus zu quetschen. Der Mythos, das der Prophet im eigenen Land nicht gehört wird, tut sein übriges dazu. Nach dem Motto: Du bist erst dann so richtig dabei, wenn Dich keiner mehr leiden kann und verfolgt, drischt man so oft und so viel auf alle „Zombies“ ein, bis sie sich wehren und verbucht das dann unter 'Shitstorm' und Massenkontrolle. Die systematische Entfremdung des Menschen wandelt sich zum Synonym von Unwürde, die Manipulierbarkeit zum Beweis von Geistlosigkeit und der Ruf nach Akzeptanz und Toleranz wird zur emotionalen Verprägung. Einer Seelenlosigkeit sozusagen und damit zum Beweis, das es so etwas doch gar nicht geben kann.

Was hat das jetzt mit einer veganen Menschheit zu tun? Gleichsam viel und auch gar nichts.
Es ist die Möglichkeit allein, die zu schaffen wäre, wenn man von einer veganen Menschheit träumt. Die Möglichkeit, sich bewusst dafür entscheiden zu können hängt, meiner Meinung nach, ganz maßgeblich damit zusammen, ob die Voraussetzungen dafür gegeben sind.
Nicht nur von Mensch zu Mensch, auch ökonomisch im eigentlichen Wortsinn. Wo soll die nun aber herkommen, wenn man ständig herum streitet, was Mensch ist und was nicht? Wenn man streitet über Vernunft und Emotion, über Seele, Geist und Körper, über Wert und Würde eben und dabei das Spiel des einsamen Wolfes spielt, dessen Individualität sich nur im Gegeneinander ausdrückt?
Mehr dazu, (auch ein Versuch der Definition von Geist, Körper und Seele) nicht nächsten Freitag sondern dann, wenn ich es fertig habe. Ich darf ja ehrlich sagen, das mir ständig was dazwischen kommt. Also verspreche ich einfach nicht mehr, wann es kommt. Vielleicht geht es so einfacher?