Montag, 23. September 2013

Bei allem Respekt...

Der Sommer ist vorbei und viel habe ich in dieser Zeit gelernt, gesehen und vertieft. Neue Ideen haben sich hervor gearbeitet. Zuerst nur Instinkt, dann Traum und schließlich Ziel. Und ich bin froh darüber, tanze manchmal wie ein kleines Mädchen kichernd und gackernd durch den Raum und freue mich auf diesen Weg. Freue mich, dass ich noch träumen kann, trotz allem.

Das ein Traum kein Leben ist und Träume selten das Leben erleichtern ist eine Erkenntnis, welche wohl am ehesten wert wäre, niedergeschrieben zu werden. Zum Überleben jedoch, kann ein Traum immer hilfreich sein. Sei er noch so illusorisch.

Schmerzlich wird es aber immer. Denn jeder Traum, jedes Ziel und jede Vision ist ebenso an das Gesetz des Verfalls gebunden, wie alles andere auf dieser Welt. Erst recht, wenn die Grundlage Gefühle sind, die nun einmal nicht ewig Bestand haben können. So wie rosarote Wolken eben. Dafür sind Wolken im allgemeinen viel zu flüchtige Wesen und zudem nicht in der Lage ihren Kurs selbst zu steuern. Du kannst zwar versuchen recht viel zu pusten und zu blasen, aber bei allem Respekt... so viel Wind kannst Du gar nicht machen. Du könntest dafür andere Dinge tun, aber dein Hang nach ausgerechnet diesen Wolken ist so immens groß, dass Du Dir lieber eine rosarote Brille aufsetzt, um der Tatsache und Einsicht zu entfliehen, das kein Tag ewig dauert.

Von allen Träumern hast Du es irgendwie so richtig vermasselt. Deine eigenen Träume und Ziele scheinen Dir nicht großartig genug zu sein. Es geht Dir immer um Deinen Ruf und die Ehre. Weniger um das, was man Leidenschaft für etwas nennt. Fürchtest Du, Deine Ziele könnten weniger wert sein als die der anderen? Oder fürchtest Du wirklich nur, zu versagen und wie ein Trottel dazustehen? Oder redest Du nur nicht über Deine Leidenschaften?
Manche Angst redest Du Dir schlimmer, manche weg. Nie ist es einfach, wie es ist. Mal tut es weh, mal nicht? Mal willst Du da sein, mal nicht. Mal ist es Dir wichtig, dann wieder nicht.

Du sagst oft Sätze wie: „Wenn ich Du wäre...“ oder „Wenn ich das so könnte, wie Du...“. Meine Lieblingssätze von Dir sind übrigens folgende: „Ich weiß manchmal nicht, was ich noch tun soll.“ und alle, die mit dem Wort „Früher..“ beginnen.
Früher, das Synonym für alles Gute und Beste. Das Synonym für rosarota Wolken. Du willst sie wieder zurück. Auf Gedeih und Verderb.
Nur leider klappt das nicht. Das hat es noch nie. Und das scheinst Du, trotz Deiner Lebenserfahrung nicht zu verstehen. Du hängst in der Vergangenheit und vermasselst dabei die Zukunft. Denn wie es ist, interessiert Dich nicht. Dich interessiert nur, wie es einmal war und das es verloren ist.
Welch Trauerspiel.

Wunderst Du Dich wirklich oder weißt Du im Grunde längst, dass es so nicht weiter geht?
Glaubst Du wirklich, Illusionen kosten nichts?

Bei allem Respekt. Dieser Sommer ist vorbei und er wird nicht wieder kommen.
Ich bin hier, aber wo bist Du?