Montag, 10. Dezember 2012

Ob und wie die vegane Menschheit die Welt retten kann

Körper, Geist und Seele - 2 (Erklärungs- und Deutungsversuche)

 

Oh Seele; Du unerkanntes Wesen in der Tiefe der menschlichen Existenz. Dein ist das Begehren, der Schmerz und der Trost; dein ist der Guru in mir, welcher sich jedes mal mit ausgestreckten Armen zum Himmel richtet, wenn das Wort 'Seele' fällt.
Ich nenne ihn übrigens auch gerne „Guru Gnom“. Weil er unter Schmeicheleien schnell friedlich wird. Dennoch unaufgefordert in meine Gedanken „spoilert“ und vorsätzlich das Ende schlechter Filme erzählt.

Guru Gnom ist ein seltsames Wesen. Es wohnt nicht etwa in einem Koffer, einer Höhle oder dergleichen. Mein Gnom wohnt in meinem Hinterstübchen. Und zwar schon so lange, wie ich denken kann.

Obwohl so ein Hinterstübchen natürlich auch eine Tür hat, lässt er keinen so einfach rein. Mich auch nicht!
Er will wohl autonom bleiben oder erobert und entdeckt werden. Vielleicht, so dachte ich früher, ist er auch ein verzauberter Märchenprinz, den ich umgarnen und küssen muss, damit er zum Mann wird, auf den Geschmack kommt und sich was anständiges sucht.
Doch alle Versuche schlugen fehl und darum machte ich mir meine Gedanken, über die Seele. Das angeblich unsterbliche „Irgendwas“, welches einfach nicht zu fassen ist.

Meinen Blick nach innen gerichtet (jeder weiß, mit den eigenen Augen geht das nicht) und mit geschulten Augen auf Mitmenschen, (was mit eigenen Augen hervorragend geht) kam ich dann auf folgendes: Immer, aber auch IMMER hat die Seele etwas mit Gefühlen zu tun!
Was mich entzückte, bedrückte, erdrückte oder gar verrückte war immer nur ein Gefühl. Entweder das meine, oder das eines anderen. Und es geht sogar ganz ohne Menschen! Im Sonnenlicht aalen, im Meer schwimmen, durch den Wald spazieren und Wolken beobachten - all das elysische Genüsse ohne einen anderen Zeitgenossen um sich herum haben zu müssen. Oder indirekt: Zum Beispiel mit einem Buch, guter Musik und Schokolade.

Und was braucht man, damit das geht? Die Antwort ist simpel und kam wahrscheinlich von Guru Gnom höchst persönlich: Sinne braucht man und das möglichst gute. Am besten geschulte, aber das ist keine Voraussetzung. Und weil jedes lebende Wesen irgendwelche Sinne hat, zumindest aber in der Lage ist, auf Sinnesreize zu reagieren, führte mich der gedanklicher Pfad konsequenter Weise zu folgender Feststellung: Wenn es Seelen gibt, dann ist alles was lebt, Seele.

Kein Gnom, kein Guru sondern ein lebendiges, (mehr oder minder tief) fühlendes Wesen. Zwar nimmt das dem ganzen Zirkus um Seelenfreiheit und Seelenbefreiung den Wind aus den Segeln und die Vorstellung, dass Karotte und Co. jetzt Seelen sind, macht Entscheidungen auch nicht leichter aber seitdem vertrage ich mich mit meinem Gnom und den von anderen, sehr gut.