Mittwoch, 29. August 2012

Vielfältige Blogs

Ein guter Blog, so sagt man, hielte sich an ein Thema, damit man Interessierte anlockt. Ein Blog der nicht gelesen wird hat ja keinen Wert und ist deswegen umsonst. Genau so gut könnte man auch ein Tagebuch führen oder eine Art Poesiealbum mit Fotos machen.

Die Informationsgesellschaft achtet auf Information. Es muss eben immer gehaltvoll sein. Auch im Sinne der Nachhaltigkeit. Keine falschen Aussagen. Keine „eingefärbten“ Berichte. Keine Spekulationen. Stopp! Das war doch Journalismus, oder? Was mach ich hier überhaupt?
Oder gezielter gefragt, warum schreibe ich eigentlich?

Ich schreibe vieles. Man könnte sagen, ich schreibe den ganzen Tag lang. Sollte ich nicht auf der Tastatur schreiben, schreibe ich auf Papier. Zur Zeit nutze ich fünf verschiedene Notizbücher. Gleichzeitig. Das eine ist für Beobachtungen und Ideen, das andere für Lyrik, das nächste für Recherchen und eines ist zum herumspielen. Das fünfte ist mein Reisebegleiter.
Wenn ich nicht schreibe, denke ich darüber nach. Ich kann nicht anders. Der Versuch es mir abzugewöhnen scheiterte in einer Teilnahmslosigkeit für fast alles. Ich denke schreibend. Ich beobachte schreibend. Ich spiele schreibend. Kurz um, ich bin schreibend.
Es gibt nur drei Ausnahmen, wo ich mich nicht schreibend finde. Beim arbeiten, genießen und beim lesen.

Themenblogs sind unbestritten die reichsten an Informationen. Auch die umfangreicheren, was die Arbeit damit angeht. Dennoch finde ich sie nicht gerade am spannendsten. Informativ ja, witzig manchmal. Spannend ist für mich etwas anderes. Vor allem Blogs wo sich Gedanken und Ansichten heraus kristallisieren und mit den Worten des Autors eine fast orchestrale Verbindung eingehen. Ich mag es, wenn die Menschen erzählen vom eigenem Erleben, von eigenen Gedanken und ihren eigenen Schlüssen. Ich mag es, wenn Fragen aufgeworfen werden. Wenn der Zeitgeist durch einen Blog huscht oder „altes“ neu belebt wird. Wenn dann ein Blog plötzlich ein Video enthält, ein Rezept oder sonst etwas „Themen-Fremdes“ dann ist das genau meine Welt.

Na gut, magst Du denken, und warum jetzt diese viele Worte? Ganz einfach darum, weil ich entschlossen habe meine Blog zu erweitern. Zu erst dachte ich daran, einen anderen Blog zu gründen. Eben wegen des Themas und der Leser. Aber wenn mich das GANZE interessiert, warum dann nicht auch andere?
Es wird etwas geben von meinem kleinen Balkon, der nach und nach zu einer Gemüse und Gewürzoase werden soll. Im Grunde ein aberwitziges Unterfangen, da er wirklich sehr klein ist. Darüber hinaus will ich mich mehr mit Nahrung auseinander setzen. Vegan oder Fleischliche Kost?
Wie Öko/Bio kann man sich eigentlich ernähren? Gibt es alte Rezepte? Wie haben sich die Leute früher ernährt?  Nebenbei vielleicht auch ein paar Eindrücke meiner Ausflüge. Was genau es auch immer sei, hier wird es auch bunt und ich freue mich darauf.

Kommentare:

  1. Darauf freue ich mich dann auch.

    (Und auch ich mag abwechslungsreiche Blogs, ist doch mein Hauptblog ein nämlicher.)

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  2. Das freut mich aber, dass Du Dich auch freust. So manches habe ich mir bei Dir ja auch abgeguckt. ;-) Warum habe ich Deinen eigentlich nicht in meiner Liste?
    Egal, nu ist er drin.

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  3. Hallo Susanna,
    da hast du mir aus der Seele gesprochen. Themenblogs mögen gehaltvoll sein, aber für mich sind die interessanteren Blogs die mit mehr Themen und "Zeitgeist" wie du es nennst.
    Wo der Autor auch mal seine Meinung raushaut. Genau darum geht es doch bei privaten Blogs. Journalismus, wie auch immer, sollen die machen, die Geld dafür bekommen. Ich mache einfach was ich will und halte mich an keine Vorgabe, außer vielleicht an die Labels.
    Menschen, die darüber schreiben, was sie beschäftigt, das interessiert mich.
    P.S. ich beneide dich um deinen Balkon. So was hätte ich auch gern. Eine Kräuter-Gewürz-Oase :-)

    greez
    vybzbild

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