Freitag, 26. April 2013

Die Kartoffel und das liebe Vieh - oder was sonst noch überlebte

Wo ist nur die Kartoffel?
Das Bild ist nicht das, was es hätte sein sollen aber im Zeitalter von Handyfotografien kann ich die offensichtlich miese Qualität wohl unausgesprochen lassen und komme gleich zum Wichtigsten.
Was bleibt auch andres übrig?

Weinraute (Ruta graveolens) und Zitronenverbene (Aloysia triphylla) haben es, trotz eher schlechter Bedingungen beim überwintern geschafft und belohnen mit zarten Blättchen.

Im Kasten gedeiht Giersch (Aegopodium podagraria), den ich auf einem kleinen Spaziergang mitgenommen habe. Das Kraut wächst zwar hier praktisch überall aber Bequemlichkeit sorgt vor. Zudem kann ich so die Samenzeit gut abpassen. Seit einigen Jahren versuche ich die zu kosten aber habe es bisher immer irgendwie verpasst.
Die kleine Rose war ein Geschenk. Auch sie hat ihre Winterzeit ganz gut überstanden. Über kurz oder lang werde ich sie wohl abgeben müssen, denn auch wenn die Süße klein ist. Sie braucht auf Dauer mehr als einen Topf.
Das kleine „Dingens“, in dem braunen „Bummens“ ist ein Hauswurz. Das arme Gewächs war gerade so klein wie ein Teelöffel, als es letzten Sommer aus einem Steinkasten gefallen war. Ich konnte nicht anders und das arme Ding mit nach Hause nehmen. Nun warten wir alle ob aus dem Hauswurz „Hauswürze“ werden. Ich finde das dicke Ding fantastisch und faszinierend. Der Winter hat ihm praktisch nichts angetan, die Blätter stehen in vollem Saft als hätte es weder Frost noch Schnee gegeben. So unscheinbar die Pflanze ist, sie wurde schon immer in der Volksheilkunde verwandt. Sympathisch für mich dabei ist, das der Saft gegen den Juckreiz von Insektenstichen helfen soll.
Nachgewiesen wurde, unter anderem, Gerbstoffe, Schleimstoffe, Bitterstoffe, Ameisen- und Apfelsäure sowie Vitamin C. Wen würde es also wundern, wenn das kleine Ding tatsächlich als Heilmittel was hermacht?

Und nun ist auch ganz klar, wo die Kartoffeln wohnen.
Aber wie sieht das nur aus? Ich sag Euch, da ist der Wurm drin.

Gerade drei Wochen ist es her, dass ich die Erde mit Nematoden tränkte.
Die kleinen Raubwürmchen sind auch sehr hungrig gewesen, was den Trauermückenlarven nicht gut bekam. Die Bestellung von Nützlingen über den nächst gelegenen Gartenbaumarkt war wunderbar unkompliziert. 
Wie versprochen traf die gefräßige Brut mit Beginn der wärmeren Tage ein. Die Packung reicht nach Angaben für 6 qm. Da ich so viel Boden nicht habe, gab ich einen Teil weiter. Ob es auch da geklappt hat, erfahre ich frühestens dieses Wochenende. So oder so, es bleibt spannend. Denn ob man etwas ernten kann, bleibt trotz gewonnener Schlacht gegen das fliegende Vieh fraglich. Der Sommer kommt ja erst noch.

Natürlich war das nicht alles. Manches wartet schon auf der Fensterbank und muss jetzt auch unbeding umziehen. Aber das kommt nächstes mal.