Donnerstag, 23. Januar 2014

...und täglich grüßt ein arges Tier

Was man alles nicht weiß.


Arges macht lustig – der Dritte Tag

Tests sind angesagt. Ich weiß nicht wofür oder für wen und versuche das ganze deswegen positiv zu sehen. Immerhin kann ich nur selten testen, was ich nicht weiß oder was ich vergessen habe. Man weiß ja nie, was man alles so vergessen hat. Was man weiß, dass weiß man. Klare Sache. Aber über die Dinge, die man wissen sollte, aber nicht weiß, weiß man eben nichts. Also teste ich mein Nichtwissen und das war nicht gerade unerheblich. Mathe kann ich vergessen. Mag wohl daran liegen, dass im Alltag so was recht selten vorkommt. Und für den Rest hab ich den Taschenrechner und mein altes Tafelwerk. Bundesländer und ihre Hauptstädte? Regierungssitz des europäischen Parlaments? Hmm, dafür hab ich Wiki und Google. Mal abgesehen davon, dass mir diese Dinge nicht in der Schule beigebracht wurden, lernte ich, das mein Nichtwissen erhebliche, ja gerade zu enorme Ausmaße angenommen hat.
Zum Beispiel die Frage: „Welcher deutsche Politiker wurde auch der Eiserne genannt?“ Tja..., ähm... keine Ahnung. Interessiert mich jetzt auch nicht sonderlich. Selbst wenn er aus Kruppstahl wäre. Wissenswert wäre doch höchstens, was der Mann gemacht hat. Also „googeln“ wir mal nach dem Eisernen und da finde ich einen... Ernst, der den deutschen König Ruprecht begleitete. Aber nein, der war´s nicht. Gefragt wurde nach Otto Eduard Leopold von Bismarck-Schönhausen. Und der ist definitiv eine Stunde Unterricht wert. Man könnte bestimmt auch einen Film damit machen, denn was damals so los war, ist für uns kaum noch zu fassen. Ich hätte auch schon einen Titel vorzuschlagen. Der Otto, der Kaiser und die Sozialisten.

Nun gut, Mathe war ich ganz schlecht. Politische Struktur und Geschichte Deutschlands ist ausbaufähig, wenn auch selten von Interesse. Das einzige, was anständig funktionierte waren meine Kenntnisse in Deutsch. Keine Fehler haben sie gefunden, nicht mal welche bei der Kommasetzung oder das & dass. Dank Internet, will ich meinen und dank http://www.belleslettres.eu/.

In der Schule hab ich das nämlich auch nicht gelernt, also die Neue Rechtschreibung. Und die Kommaregeln von damals... na egal. Vorbei ist vorbei.

Das waren zwei Stunden voller Aufregung und vielen Fragen die unbeantwortet blieben. Auch die Frage nach dem Sinn. Aber ich bin eine brave Bundesbürgerin und übe mich in Geduld. Es wird schon einen Grund geben, warum ich dorthin gehen muss. Zum nächsten Termin jedenfalls sollen Bewerbungen geschrieben werden. Wird lustig, denn in meiner wird kaum was nennenswertes drin stehen.